Peine. Mit einem festlichen Einzug von Kirchenvorstehern, Mitarbeitenden, Kollegen und zum Abschluss Pastorin Dr. Heidrun Gunkel sowie Superintendent Michael Glawion begann der Gottesdienst zur Verabschiedung der Pastorin der Gesamtkirchengemeinde Peine. Sie tritt ein neues Amt als Superintendentin des Kirchenkreises Melle-Georgsmarienhütte an.
In der St.-Jakobi-Kirche hatten sich viele Wegbegleiter eingefunden, darunter Geistliche aus der Ökumene, Vertreter aus Politik und Verwaltung, eine Abordnung des Bürger-Jäger-Corps und der Europäischen Gemeinschaft historischer Schützen. Für den musikalischen Rahmen sorgten die Kantorei unter Leitung von Kirchenkreiskantor Christof Pannes sowie Mark Ossadnik an der Orgel.
In ihrer letzten Predigt von der Kanzel der Jakobikirche ging die scheidende Seelsorgerin auf ihren Taufspruch ein. „Die Freude am Herrn ist eure Stärke. Das ist ein kurzer, knapper Satz, keine Aufforderung. Dennoch kann man es als Handlungsanweisung sehen. Es ist unsere Aufgabe, die Freude am Herrn weiterzutragen, sie erlebbar zu machen, dabei den Fokus auf Gott nie aus dem Blick zu verlieren. Wir sind und leben durch eine Kraft, die uns geschenkt wird und können dadurch Freude schaffen“, bekräftigte sie.
Dann blickte Pastorin Dr. Gunkel zurück auf sieben Jahre als Pastorin in Peine, mit einem Start kurz vor Corona, mit Sparmaßnahmen, der Gründung der Gesamtkirchengemeinde und viel Arbeit im Kita-Verband, dem sie bis zuletzt vorstand.
„Ich war gerne hier und danke allen, die hier mit mir gearbeitet haben. Nun freue ich mich auf meine neuen Aufgaben und wünsche der Gesamtkirchengemeinde, dem Kita-Verband und uns allen, dass wir den Fokus nicht aus dem Blick verlieren: Die Freude am Herrn ist unsere Stärke“, schloss sie.
Superintendent Glawion nahm in seiner Ansprache Bezug auf das Peiner Freischießen, das der Pastorin immer besonders am Herzen gelegen habe. „Dazu ist mir der Begriff „akkerat“ eingefallen, denn alles, was Sie getan haben, war „akkerat“. Das wird uns fehlen. Und „akkerat“ das heißt ja nicht nur richtig oder ordentlich, sondern zeigt eine innere Haltung. Die Menschen hier haben Sie sehr geschätzt und nehmen viele Erinnerungen mit. Sicher werden Sie auch Ihr neues Amt „akkerat“ ausfüllen“, sagte er und gab ihr den Segen mit auf den Weg.
Im Anschluss an den Gottesdienst warteten im und vor dem Gemeindehaus kühle Getränke und ein leckeres Büffet auf die Gäste. Mit Grußworten und persönlichen Gesprächen klang so die Verabschiedung aus.
