Peine. Bisher war Pastorin Dr. Heidrun Gunkel sehr in der Region rund um Peine verwurzelt. Geboren in Hannover, in Pattensen-Schulenburg aufgewachsen, Abitur in Hildesheim – erst zum Theologie-Studium und zur anschließenden Promotion zog es sie etwas weiter weg nach Göttingen und für ein Jahr nach Rom.
„Zum Vikariat bin ich dann wieder in die Region zurückgekehrt und habe von 2014 bis 2016 eine sehr schöne Zeit in Peine verbracht. Nach dem Probedienst in Osterode am Harz habe ich mich direkt für die Pfarrstelle in der St.-Jakobi-Gemeinde beworben. Mein Vorgänger Pastor Frank Niemann ging 2019 in Ruhestand. Ich bin sehr gerne wieder nach Peine zurückgegangen“, bekräftigt die Seelsorgerin.
Nun sei es aber an der Zeit, den nächsten Schritt auf dem beruflichen Weg zu gehen. Nach einer erfolgreichen Bewerbung wechselt Dr. Gunkel im August als Superintendentin in den Kirchenkreis Melle-Georgsmarienhütte.
„Ich werde Peine vermissen. Die Jahre hier waren sehr ereignisreich mit der Corona-Pandemie kurz nach meiner Amtseinführung, dem Ukraine-Krieg, dem Zusammenschluss der Stadtgemeinden zur Gesamtkirchengemeinde, den Aufgaben als Vorsitzende des Kita-Verbandes und nicht zuletzt der spektakulären Neu-Bekrönung des Kirchturmes. Ich nehme viele tolle Erinnerungen aus meiner Peiner Zeit mit“ blickt die Pastorin zurück.
Besonders geschätzt habe sie das vielfältige Leben in der Stadt, herzliche Verbindungen – kirchlich, ökumenisch und ganz weltlich. Freischießen habe sie immer sehr gerne mitgefeiert und auch mit Begeisterung die Gottesdienste der Europäischen Gemeinschaft historischer Schützen gestaltet.
„Peine hat als Kleinstadt eine gute Übersichtlichkeit. Man kennt sich und kann eigentlich alles gut per Fahrrad erreichen. Das wird in Melle wohl ähnlich sein. Auch die Kirchenkreise sind vergleichbar groß: Melle-Georgsmarienhütte hat rund 44.000 Mitgliedern und aktuell 19 Kirchengemeinden. Ich freue mich auf die Arbeit dort und möchte versuchen an der Zukunftsfähigkeit des Kirchenkreises mitzuarbeiten. Die Herausforderungen durch Kirchenaustritte und geringere finanzielle Mittel sind ja überall ähnlich“, erklärt Dr. Gunkel abschließend.
Wer sich persönlich von der scheidenden Pastorin verabschieden möchte, hat dazu im Gottesdienst in der St.-Jakobi-Kirche am Sonntag, 16. August, um 15 Uhr Gelegenheit. Anschließend findet ein Empfang am Gemeindehaus statt. Alle sind herzlich willkommen!
