Peine. Zum Reformationstag, der seit 2018 in Niedersachsen gesetzlicher Feiertag ist, gab es in vielen Kirchen Gottesdienste, in denen an Martin Luther und seinen mutigen Schritt gegen überkommene kirchliche Strukturen erinnert wurde.
In der St.-Jakobi-Kirche gestaltete Superintendent Michael Glawion den Gottesdienst. Sein zentrales Thema war die Hoffnung, die auch Luther damals umgetrieben hat. „Davon ist auch im Predigttext die Rede. Bei Matthäus geht es um die Nachfolge Jesu. Der Text zeigt, dass das Leben schwierig, manchmal vielleicht sogar tödlich sein. Aber auch wenn es nicht immer gut aussieht, wird es gut enden. Das ist Gottes Versprechen. Ihr seid kostbar! Ihr seid geschützt!“, bekräftigte er.
Das sei zentraler Inhalt in den Seligpreisungen. Gott steht schon jetzt auf der Seite derer, die Gerechtigkeit und Frieden suchen, barmherzig sind oder verfolgt werden.
„Das ist ein unglaublich starkes, aber auch forderndes Bild. Es braucht Hoffnung. Hoffnung, die der Vogel hat, der noch im Dunkeln singt, ehe der Tag anbricht. Wenn das Unrecht zum Himmel schreit, darf man nicht schweigen. Dazu braucht es Mut. Luther hat sich dem vor mehr als 500 Jahren entgegengestellt. Heute ist es an uns. Fürchtet euch nicht, denn wir sind alle Teil von Gottes Zukunft“, schloss der Superintendent.
Für den musikalischen Rahmen des Gottesdienstes sorgten neben Kirchenkreiskantor Christof Pannes an der Orgel Berith, Lilith und Matthias. Sie sangen zwischen den Texten des Gottesdienstes Hoffnungslieder.
Zum Abschluss stimmte die Gemeinde, begleitet von kräftigen Orgelklängen, das Lied des Reformationstages „Ein feste Burg ist unser Gott“ an. Nach dem Segen gab es unter der Orgelempore bei Kaffee, Kaltgetränken und Keksen noch reichlich Gelegenheit für Gespräche.
