Equord. Bei strahlendem Sonnenschein und frühlingshaften Temperaturen verlegten die Kirchenvorsteherinnen und – vorsteher die Übergabe der Förderztusage kurzerhand vor den kleinen Petersdom – die St.-Markus-Kirche in Equord. Das Gebäude, das ein seltenes Beispiel italienischer Baukunst des späten 17. Jahrhunderts in Norddeutschland ist, muss in den kommenden Jahren umfassend saniert werden.
„Wir haben 2020 festgestellt, dass das Dach undicht ist. Außerdem gibt es Risse im Mauerwerk und weitere Schäden, die dringend behoben werden müssen. Die gesamte Bausumme von knapp 1,3 Millionen Euro haben wir nun mit der heutigen großzügigen Spende zusammen“, freut sich Kirchenvorsteher Norbert Frank, der gemeinsam mit seinen Kolleginnen und Kollegen sowie Pastorin Ronja Steiner den Scheck entgegennahm.
Walter Dröge von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz war aus Braunschweig angereist, um den symbolischen Scheck persönlich zu überreichen. „Wir danken insbesondere der Glücksspirale aber auch allen anderen unserer mehr als 200.000 Spender, die dafür sorgen, dass solche Bauwerke erhalten werden können. Ich denke mir immer wieder, dass ich den wohl schönsten Job der Welt habe, wenn ich so schöne Zeugen der Vergangenheit sehe und staune, was unsere Vorfahren geleistet haben. Das ist wahrlich Handwerkskunst“, bekräftigte er.
Stellvertretend für die Landeskirche Hannovers dankte Matthias Braun, Leiter des Amtes für Bau- und Kunstpflege. Er betonte, dass der Erhalt der Sakralgebäude in Zeiten knapper werdender Finanzen eine große Herausforderung darstelle. „Hier in Equord können wir nun mit den Baumaßnahmen beginnen. Zunächst wird der Gerüstbau geplant und ausgeschrieben, denn das ist bei dem Kuppelbau nicht so ganz einfach, da es kein normaler Kirchturm ist“, erklärte er den nächsten Schritt.
Neben der Stiftung Denkmalschutz hatten bereits der Bund, das Land Niedersachsen, die Landeskirche, die Bingo-Umweltstiftung und nicht zuletzt der Kirchenkreis sowie die Kirchengemeinde Mehrum-Equord gespendet. Nach vollendeter Sanierung soll die Kirche nicht nur für Gottesdienste und Kasualien genutzt werden, sondern auch für kulturelle Zwecke.
