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Ein frohes Neues!

Andacht von Superintendent Michael Glawion

Horoskope und Zukunftsprognosen haben in diesen Tagen wieder Hochkonjunktur. Ich habe in diesem Jahr mal versucht, mit der Zeit zu gehen, und habe ChatGPT gefragt, was das Jahr 2026 für mich bringen wird. Die Antwort: Ich darf mich auf ein „Jahr der Konsolidierung und Profilierung“ freuen, in dem ich „Neues anfangen, aber auch begonnene Prozesse fortführen“ werde. Zwischenmenschlich wird das kommende Jahr „unspektakulär, aber tragfähig“. Es wird ein ruhigeres Jahr, das zwar „nicht konfliktfrei, aber geerdet“ sein wird, „weniger fordernd von außen“, dafür aber „ehrlicher von innen“ – Wow! Nun weiß ich es wirklich ganz genau.

Wir können einfach nicht in die Zukunft schauen. Und trotzdem müssen wir nicht ängstlich sein, wenn wir ins neue Jahr gehen, denn wir haben eine großartige Zusage Gottes, die uns begleitet: „Wohin ihr auch geht, was auch immer geschieht, ich bin bei euch.“ Für mich ist diese Zusage mehr als jedes Horoskop und die dünne Prognose von ChatGPT. Sie verhindert keine Katastrophe und entschädigt nicht für erlittene Enttäuschungen, aber sie sichert uns zu, dass wir bei allem, was auch passiert, nicht allein sind. Gott begleitet uns mit seiner Liebe. „Weder Tod noch Leben, weder Engel noch Mächte noch Gewalten, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, weder Hohes noch Tiefes noch irgendeine andere Kreatur“ (Röm 8,38) können uns ihr trennen, so hat es der Apostel Paulus einst formuliert. Na dann, ein frohes Neues!