In vielen Orten starten an diesem Sonntag die Konfirmationen. Wenn ich an die Konfi-Zeit der vergangenen Monate zurückdenke, sehe ich den Pausen-Favorit: die Jonglage-Bälle. Diese mit Sand gefüllten Bälle flogen quer durch unseren Gemeindegarten. Und beim Auftakt machten wir eine Gruppenjonglage. Da ging es um Achtgeben aufeinander und Konzentration, die Bälle im Spiel zu halten.
Ein bisschen ist das wie im Leben. In einem Wort aus der Bibel sagt der Apostel Paulus das so:
„Freut euch über die Hoffnung, die ihr habt!
Wenn Not über euch hereinbricht, bleibt geduldig!
Und hört niemals auf zu beten!“
(Röm. 12, 12)
Drei kurze Sätze. Drei Lebenshaltungen. Fast wie drei Bälle, die man in der Luft hält.
Hoffnung: Es ist noch nicht alles perfekt, aber ich rechne damit, dass Gott etwas mit mir vorhat. Geduld, wenn es schwierig wird, wenn ein Ball zu Boden fällt, ihn aufzuheben und neu anzufangen.
Und das Leben besteht einfach aus mehreren Bällen, die wir gleichzeitig im Spiel haben: Gott gibt dazu im Gebet, als Verbindung zu ihm, den Rhythmus an. Denn Gebet ist kein zusätzlicher Ball, den ich jonglieren muss, sondern die Hand, die Sicherheit gibt.
Und so ist gut, wenn die Jugendlichen, die wir in diesen Wochen konfirmieren, wissen: „Bleibt hoffnungsvoll. Bleibt geduldig. Bleibt im Gespräch mit Gott.“
Gottes Segen begleitet sie, egal wieviel Bälle sie im Spiel halten.
