
Ökumenischer Jahresempfang der Kirchen im Friedrich-Spee-Haus in Peine : Pfarrer Thomas Blumenberg, Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer und der Referent des Abends: Regens Christian Hennecke.
Pfarrer Thomas Blumenberg nutzte anschließend den spitzfindigen Hinweis des Dichters Wilhelm Busch auf eine allzu schnelle Hatz durchs Leben, um jeden Einzelnen im Saal zu begrüßen: "Wir haben Sie eingeladen, weil Sie große Verantwortung für das öffentliche Leben und die Gemeinschaft haben."
Weniger humorig, eher sehr nachdenklich begrüßte Peines Superintendentin Christa Gerts-Isermeyer die Gäste. Sie betonte: "Es ist ein Gebot der Zeit, zu den eigenen Grenzen zu stehen." Heutzutage sei es üblich "nicht nur gut zu sein, sondern immer besser". Das Leben bestehe jedoch nicht nur aus Erfolg, sondern auch aus Zuwendung und dem Streben nach Höherem und der Suche nach Gott.
Wie die konkret aussehen könne, formulierte dann Christian Hennecke, Regens (Ausbilder künftiger Pfarrer) im Bistum Hildesheim, mit dem Referat "Der christliche Markenkern - Über den Dienst der kirchlichen Gesellschaft im Heute".
So theoretisch der Titel auch klang, so lebendig und abwechslungsreich schilderte der Theologe seine Sicht über die Zukunft der Kirchen. "Kirche wird ökumenisch sein, sonst bezeugt sie sich nicht selbst", sagte er . "Ich frage mich, ob nicht auf allen Ebenen ein weitaus entschiedeneres Miteinander nötig ist." Und er betonte zum Schluss: "Alles, was wir gemeinsam machen können, das müssen wir auch."